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WELTETHOS-SCHULE seit 16. Dezember 2015

 

Städtische Sekundarschule Ahlen

 
Sedanstraße 54
59227 Ahlen
Fon: 02382-91162-0
Fax: 02382-91162-22

www.sekundarschule-ahlen.de

info(at)sekundarschule-ahlen.de

 


 

 

Die Städtische Sekundarschule Ahlen setzt die Ideen der Stiftung Weltethos
auf mehreren Ebenen um, damit die Schülerinnen und Schüler
sich vielfältig mit der Thematik auseinandersetzen können und
die Weltethos-Werte in allen Bereichen des Schullebens integriert werden.

 

 

 

 

 

 

Übersicht

Aktuelle Projekte

»Projekt 8«, ein gemeinsames Projekt unserer Schule mit der Caritas

Auszeichnung als »Weltethos-Schule«

 

 


 

 

 

Aktuelle Projekte

Projekttage    

Die Projekttage »Vielfalt (er)leben« standen in diesem Jahr unter dem besonderen Motto »Gesicht zeigen – Zivilcourage leben«. Über zwei Tage hinweg entwickelten die Klassenverbände vielfältige Projekte.

Exemplarisch stehen unter dem Thema »Gesicht zeigen« die Rollenspiele und Comics einer Klasse. So wurde das Thema Zivilcourage im Alltag aufgearbeitet.

  Eine andere Klasse erarbeitete anhand von Persönlichkeiten wie Martin Luther King und Rosa Parks Beispiele für einen gewaltfreien Widerstand und setzte diese auf produktive Weise um. So wurden beispielsweise Flugblätter zum Thema gestaltet.

 

 

Unterricht – Lehrplan »Praktische Philosophie«

   

Im Rahmen des Schulfachs »Praktische Philosophie« beschäftigten sich die SchülerInnen regelmäßig mit den Themen »Leben in unterschiedlichen Religionen«, »Interkulturalität« und »Begegnung mit dem Fremden«.

 

In Jahrgang 8 fand unter dem Thema »Begegnung mit dem Fremden« eine Beschäftigung mit den Themen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus statt.

 

In Klasse 9 wurde im Themenkreis »Interkulturalität« weitergearbeitet.

Mit Blick auf aktuelle Themen, wie die Anschläge in Paris, Nizza,  in der Türkei und München, wurde eine Forderung nach Gewaltlosigkeit in den Fokus gestellt. Hierzu erstellten die SchülerInnen Fotostories und Flyer, die in der Aula ausgestellt wurden. Ebenso wurde die Frage nach Toleranz im Rahmen einer Podiumsdiskussion beleuchtet.

 

 

Arbeitskreis 8. Mai

   

Der Arbeitskreis beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit der Erinnerungskultur im Schulleben. Hierzu sind verschiedene Projekte im Unterricht verankert, wie beispielsweise zum Leben der Ahlener Familie Spiegel zur Zeit des Nationalsozialismus.

 

Die SchülerInnen erstellten zu diesem Thema eine Wandzeitung erstellt, und machten eine Stadtführung, bei der »Stolpersteine« aufgesucht wurden.

Dadurch wurde deutlich, dass es auch in Ahlen Menschen gab, die - wenn auch im Verborgenen - durchaus Widerstand leisteten.

 


 

 

»Projekt 8«, ein gemeinsames Projekt unserer Schule mit der Caritas

 

  Link zum »Projekt 8«

 


 

 

 

Als erste Sekundarschule in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet

 

Am 16.12.2015 hatte die Sekundarschule zu einer Feierstunde eingeladen: Die Städt. Sekundarschule Ahlen wurde als »Weltethos-Schule« ausgezeichnet.
Nach der Begrüßung der Gäste durch die Rockband der Sekundarschule hieß Schulleiter Ulrich Vornholt vor allem die Schülerinnen und Schüler willkommen:
»Celine und Christopher sind katholisch, Joshua und Kimberly evangelisch, Ahmed und Fatma muslimisch, Anastasia und Tarek syrisch-orthodox, Laeticia und Mert gehören keiner Religion an. Die meisten von euch sind in Deutschland geboren. Viele haben Eltern, die ihre Wurzeln in der Türkei haben. Immer mehr kommen aus Ländern wie Rumänien oder Syrien. Ahmad und Sarah sind zwei davon.« »Die Sekundarschule ist eine Schule der Vielfalt«, betonte er. »Wir gehören trotz aller Unterschiede zusammen. Und deshalb ist das Projekt Weltethos richtig für uns. Es passt zu uns!«

 



 

 

Anschließend las Ulrich Vornholt aus Karl-Josef Kuschels Buch »Weihnachten und der Koran« vor. Darin berichtete der Autor von einem Ereignis, das 1986 in Ahlen passierte. Vertreter der benachbarten Moschee besuchten am Heiligen Abend die katholische St. Joseph-Gemeinde und überbrachten die Grüße und Glückwünsche der in Ahlen lebenden Moslems zum Fest der Geburt Jesu.
In seinem Grußwort hob Bürgermeister Dr. Alexander Berger die Goldenen Weltethos-Regeln hervor, die für das Zusammenleben und Zusammenarbeiten der Schüler bedeutend sind.



 

 

Von der Stiftung Weltethos waren Generalsekretär Dr. Stephan Schlensog und Walter Lange gekommen. Mit seiner Festrede sprach Dr. Schlensog die Schüler persönlich an. Er hob hervor, wie wichtig der gegenseitige Respekt voreinander ist, wie wichtig es ist zu verstehen, warum die Mitschüler anders sind. Dabei spielt der Gedanke des Weltethos eine zentrale Rolle.

 

Dr. Schlensog zitierte aus Prof. Heribert Prantls Rede, die er zum 20jährigen Bestehen der Stiftung gehalten hat. »Die Schule muss der Ort werden, an dem das Miteinander der kleinen und großen Welten gelehrt und praktiziert wird, an denen Toleranz gelehrt, gelernt und praktiziert wird. Es gibt Schulen, die als »Weltethos-Schulen« ausgezeichnet wurden. Jede Schule muss eine Weltethos-Schule sein – jede Schule sollte eine Schule sein, an der man nicht nur Mathematik, Physik, Geschichte und Deutsch, sondern auch Toleranz lernt.«

 

 

Nach der Auszeichnung der Städt. Sekundarschule durch Dr. Schlensog bildete
die Aufführung eines Halay durch die Gruppe »Darstellen und Gestaltung«
der Klassen 8 einen hervorragenden Abschluss. 

 

 

  Bericht in der Ahlener Zeitung

 

 

 

»Wir sind den Prinzipien des Weltethos verpflichtet.«

 

Die Lehrerinnen Tatjana Schumacher (v.l.) und Katrin Mohnke sowie Schulleiter Ulrich Vornholt ziehen nach der Tübinger Weltethos-Tagung positive Bilanz.

 

 

 

 

 

»Wir sind eine Schule der Vielfalt. Hier werden Kinder ohne und mit Migrationshintergrund unterrichtet«, sagt Schulleiter Ulrich Vornholt. »An unserer Schule gibt es Kinder mit unterschiedlichen christlichen Konfessionen, mit verschiedenen Religionen. Und deshalb passt die Idee des ›Weltethos‹ hervorragend zu unserer Schule.«

Diese Idee geht zurück auf den katholischen Theologen Hans Küng in Tübingen. Er stellte fest: In allen Religionen gibt es die »Goldene Regel«. Man soll sich seinen Mitmenschen gegenüber so verhalten, wie man selbst behandelt werden möchte. In allen Traditionen gibt es Werte wie Gerechtigkeit und Gewaltlosigkeit. Alle Weltreligionen stimmen in ihren grundlegenden Werte- und Moralvorstellungen überein. Diese gelten weltweit. Deshalb spricht Küng von einem »Weltethos«.

Bereits vor den Sommerferien beschlossen Lehrer, Eltern und Schüler der Sekundarschule: »Wir sind den Prinzipien des Weltethos verpflichtet. Wir tun täglich sehr viel dafür. Wir möchten Weltethos-Schule werden. Wir bewerben uns um die Auszeichnung!«

Es folgte eine Einladung nach Tübingen. Schulleiter Ulrich Vornholt erhielt jetzt im Rahmen einer Tagung der Stiftung Weltethos mit den Lehrerinnen Katrin Mohnke und Tatjana Schumacher Gelegenheit, die vielfältigen Aktivitäten der Sekundarschule darzustellen, die den Titel einer Weltethos-Schule rechtfertigen. Die Lehrer konnten eine sehr erfreuliche Nachricht mit nach Ahlen nehmen.»Als erste Sekundarschule in Nordrhein-Westfalen erhalten wir die Auszeichnung ›Weltethos-Schule‹«, so Schulleiter Vornholt.