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WELTETHOS-SCHULE seit 12. Oktober 2015

 

Progymnasium Burladingen

Albstraße 13, 72393 Burladingen

Telefon: 07475-892270

www.pgburladingen.de 

pgburladingen(at)web.de

 


 

 

 

Aktuelle Projekte

 

 

1. Klassenrat in allen Stufen

Beim Klassenrat werden Themen, die die Klasse betreffen, diskutiert und demokratisch entschieden. Die Schülerinnen und Schüler schreiben zuvor ihre Anliegen für die nächste Sitzung in ein spezielles Buch. Sie führen selbst Protokoll und achten auf die Einhaltung von Gesprächsregeln. Teilweise leiten sie auch selbst die Sitzung.

Die Schülerinnen und Schüler lernen demokratische Konfliktregelung und soziale Verhaltensweisen.

 

2. Anti-Mobbing-Team mit folgenden Aufgabenbereichen

  • Aufklärung von Schülern, Eltern, Lehrern über Entstehung und Ursachen von Mobbing, Formen von Mobbing, Rollen im Mobbingprozess, Folgen von Mobbing
  • Prävention und Interventionsmaßnahmen

 

3. Schule gegen Rechts

  • Intensive Zusammenarbeit von Religion, Ethik, Geschichte
  • Verankerung in den Klassenlehrerstunden von Klasse 9 und 10
  • Projekte gegen Rechts (Bundeszentrale für politische Bildung)

 

4. Soziale Projekte

  • Besuchsdienst im Seniorenheim (Klasse 7)
  • Sozialpraktikum (Klasse 9)
  • Projekt „Faire Kleidung“ (Bundeszentrale für politische Bildung)

-›› daran anschließend: faire Schulpullis

 

5. Miteinander in Vielfalt

  • Flüchtlingstag zum Thema »Flucht, Vertreibung und Integration« mit Beiträgen von allen Klassen und von Gästen (Geflüchtete, Vertreter des Landratsamtes)
  • Projekttage im Juli: Begegnung mit Menschen mit Handicap. Entstehung eines gemeinsamen Bildes, das abwechselnd in den Räumlichkeiten der Außenstelle Mariaberg in Burladingen und in der Schule ausgestellt wird.
  • Amnesty-Briefmarathon zum Thema Menschenrechte, aktuell Albinismus in Malawi
  • Engel der Kulturen: Tägliche ethisch-religiöse Impulse im Schuladventskalender

 

 

 

Ziele

Offene, angstfreie Lernatmosphäre und vorurteilsfreie Weltsicht

  • Toleranter, respektvoller Umgang
  • Solidarität untereinander
  • Empathie
  • Gewaltfreiheit


 

 

 

Veranstaltungen

 

Montag, den 25. April 2016

Integration ist eine Aufgabe für Jahrzehnte

Progymnasium in Burladingen

 

   
 

Bunte Bühnenvielfalt beim Flüchtlingsprojekt in der Burladinger Stadthalle.

Zum Thema Flüchtlinge und Integration hatten die Schüler des Progymnasiums bei ihrem »Flüchtlingstag« am Montag mit viel Engagement zwei spannende Stunden mit Zahlen, Fakten und Hintergrundinformationen zusammengestellt. ...

 

  Artikel im Schwarzwälder Boten

 

 

Donnerstag, den 14. April 2016

Wäre die Welt ohne Religionen friedlicher?

Interreligiöser Dialog am Progymnasium in Burladingen

 

   
 

»Worin liegt der Wert von Religionen?« Diese und viele anderen Fragen standen im Zentrum des ersten interreligiösen Gespräches an der Burladinger Weltethos-Schule. ...

 

  Artikel in der Hohenzollerischen Zeitung

 

 


 

 

 

Auszeichnung als »Weltethos-Schule«

Fairness. Toleranz. Solidarität. Gerechtigkeit. Gewaltlosigkeit. Hehre Werte.

 

Dass sie am Progymnasium Burladingen keine Worthülsen sind, sondern gelebt werden, bescheinigt das Zertifikat »Weltethos-Schule«.

 

Weit mehr als 99 Luftballons ließen die Burladinger Progymnasiasten gestern steigen. An jedem ist ein guter Wunsch befestigt.

Günther-Martin Pauli ist der erste Landrat seit mindestens 34 Jahren, der dem Burladinger Progymnasium einen Besuch abgestattet hat. Für Schulleiter Dieter Weinmann war das gestrige Gastspiel des Kreisoberhauptes ein untrügliches Indiz dafür, dass sich an der Schule etwas ganz Besonderes ereignet.

 

Und das war am Montagnachmittag in der Tat der Fall: Als eine der ersten Schulen in ganz Deutschland überhaupt wurde das Progymnasium der Fehlastadt als Weltethos-Schule ausgezeichnet. Der Generalsekretär, der in Tübingen beheimatet, einst von Prof. Hans Küng gegründeten Stiftung Weltethos, Dr. Stephan Schlensog, kam in die mit Schülern, Eltern, Lehrern und Ehrengästen voll besetzte Burladinger Stadthalle, um die einschlägige Urkunde zu überreichen.

 

 

 

 

Was eine Weltethos-Schule ausmacht, das verdeutlichten in dem anderthalbstündigen Festakt nicht nur die Redner, sondern auch die Progymnasiasten selbst. In kurzen Spielszenen zeigten sie, was Solidarität, Toleranz, Fairness oder Gerechtigkeit im Schulalltag bedeuten können, was eine Partnerschaft zwischen Schülern und Lehrern ausmacht und was die Schulgemeinschaft von Gewaltlosigkeit hat. Das Puzzle aus all diesen Werten mündete schließlich in die an den Kategorischen Imperativ von Immanuel Kant erinnernde »Goldene Regel«: »Alles, was du von anderen erwartest, das tu auch ihnen.«

 

Schulen, an denen diese Werte nicht nur gelehrt, sondern auch gelebt werden, könnten als Weltethos-Schulen ausgezeichnet werden, sagte Dr. Stephan Schlensog. »Es geht um gelebte Wertekultur.« Der Gast aus Tübingen zeigte sich nach den Darbietungen der Progymnasiasten beeindruckt davon, »mit wie viel Kreativität und Begeisterung ihr zum Ausdruck bringt, was euch beim Thema Weltethos bewegt«.

 

 

 

 

 

Dass der gestrigen Auszeichnung, die für fünf Jahre gilt, eine arbeitsintensive, zweieinhalbjährige Vorbereitung vorausgegangen ist, brachte Schulleiter Dieter Weinmann zum Ausdruck. Er erinnerte daran, wie die beiden Lehrkräfte Rita Egger und Chris Bartels im Frühjahr 2013 den Anstoß dazu gaben, sich mit dem Weltethos-Gedanken zu beschäftigen. Die Neugier im Kollegium sei seither stetig gewachsen - »und ohne das weit über die dienstlichen Aufgaben hinausreichende Engagement der Kollegen wäre es nie zu dieser Auszeichnung gekommen«, lobte Weinmann. Die Verleihung des Prädikats erfülle die Schule mit Stolz, stelle aber zugleich eine große Herausforderung für die kommenden Jahre dar, schloss der Rektor.

 

Wie aktuell die Beschäftigung mit kultur- und religionsübergreifenden Werten ist, brachten die Gastredner zum Ausdruck, indem sie einen Bogen zur Flüchtlingsthematik schlugen. »Die vielbeschworene Integration kann nur gelingen, wenn Verständnis zwischen den Religionen vorhanden ist«, stellte Bürgermeister Harry Ebert fest. Von daher habe das Progymnasium »den richtigen Riecher« gehabt, sich mit dem Weltethos-Gedanken zu beschäftigen. Auch Landrat Pauli fühlte sich sofort an die vielen Menschen erinnert, »die aus großer Not bei uns Zuflucht suchen«.

 

 

Gerade in dieser Situation seien Mitmenschlichkeit, Solidarität, Toleranz und Gewaltlosigkeit wichtige Themengebiete, »die auch im Mittelpunkt politischer Diskussionen stehen müssen«. Die Auszeichnung erfülle den ganzen Zollernalbkreis mit Stolz, hielt der Landrat fest. Und er bat die Schüler, Ideen zu entwickeln, »wie den zu uns kommenden Menschen zu helfen ist - konstruktiv, wachsam, mitmenschlich«.

 

Am Ende des Festakts, der von den Schülern Jan Unmuth, Christian Simmendinger, Elisa Yalman (als Sängerin stark gefeiert) und einem Bläserensemble musikalisch umrahmt wurde, stand eine symbolträchtige Aktion auf dem Schulhof: Weit mehr als 99 Luftballons ließen die Schüler vom Herbstwind davontragen. An jedem Ballon war ein Kärtchen mit einem guten Wunsch befestigt. Auf diese Weise wollten die Burladinger Schüler die Weltethos-Ideen in die Welt hinaustragen.

 

Bericht: Hardy Kromer, Hohenzollerische Zeitung, 13. 10. 2015   Bilder: Progymnasium Burladingen