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WELTETHOS-SCHULE seit 4. Juli 2014

 

 

Grundschule Ay an der Iller

Schulstraße 5, 89250 Senden

Telefon: 07307-902060

www.grundschule-ay.de 

info(at)gs-ay.stadt-senden.de

 

Kontakt:

Monika Janson (Schulleitung)

Andrea Kauer-Unseld (Jugendsozialarbeit)

Maria Reitzi-Stillfried (Schulsozialarbeit)

 


 

 

 

Flyer »Wir sind dabei! Als erste Grundschule Deutschlands«

 

 

  pdf des Flyers 

 

 


 

 

 

Übersicht

Weltethos-Schule – ein Modell für die Zukunft. Ein Artikel von M. Janson

 

Werteerziehung

Pflege der Schulkultur insgesamt

Kooperation und Kommunikation im Kollegium

Zusammenarbeit mit den Eltern

Systematische Qualitätsentwicklung

Einbeziehung der Schüler/innen / Erziehung zu Eigenverantwortlichkeit

 

Auszeichnung als erste Weltethos-Grundschule

 

 


 

 

 

Weltethos-Schule – ein Modell für die Zukunft?

Ein Artikel von Monika Janson
in: Praxisheft »W« wie Werteerziehung in der Schule: Unser Miteinander WERTschätzend gestalten. S. 74–80
DOMINO Verlag München 2017

 

 

 

 

  Artikel als pdf

 

 


 

 

 

Werteerziehung
 

LEITLINIEN   ZIEL
 
  • Goldene Regel
  • Grundlegende Werte: Höflichkeit – Mitgefühl – Hilfsbereitschaft – Rücksichtnahme – Zuverlässigkeit – Ehrlichkeit – Toleranz – Gib dein Bestes
  •  Fachwissen und »Herzensbildung« sind gleichwertig
  Erziehung zu Demokratiefähigkeit und werteorientierter Teilhabe an der Gesellschaft der Zukunft

 

ELEMENTE    
 
  • Sozialkompetenztraining »Fit mit S.T.I.L.« in der Klassenstufe 2Weiterführung mit dem Schwerpunkt »Konfliktlösung« in der Klassenstufe 3
  • Wiederholung und Aufgreifen vorhandener Probleme in der Klassenstufe 4
  • Jährliches Projekt »Gewaltfrei lernen«
  • Streitschlichter
  • Pausenhelfer
  • Informationen zum gesunden und glücklichen Leben durch das jährliche Projekt »Klasse 2000« in allen Klassen (curricular aufgebaut) und durch regelmäßig (vor den zweiwöchigen Ferien) durchgeführte »gesunde Pausen« (Kinder richten ein gesundes Pausen-Buffet her).
 
 
  • Deutsches Sportabzeichen in den 3. und 4. Klassen unter Beachtung besonderer Werte wie z. B. Fairness, Hilfsbereitschaft und Freude am Erfolg des anderen.
  • Projekt »Leselust«: eine zusätzliche Lesestunde für 2.-Klässler zur Förderung der Lesekompetenz durch sog. »Lesehelfer«, die eine kleine Aufwandsentschädigung durch die Stadt erhalten.

 

ZIEL
Jedes Kind soll so angenommen werden, wie es ist.

 

UNTERSTÜTZUNG DURCH    
 
  • individuelle Einzelarbeit mit »auffälligen« Kindern durch die beiden Sozialpädagoginnen, die jedes einzelne Kind an der Schule kennen (Zitat der Schulleiterin: »In irgendeiner Form kriegen wir jedes Kind weiter!«)
  • Stadtjugendpfleger
 
 
  • Sprachhelferin
  • Stiftung WE
  • die an der Schule genutzte DVD: »Jeder von uns ist einzigartig« (www.didactmedia.eu)

 

NACHHALTIGKEIT WIRD ERREICHT DURCH    
 
  • fest installierten Informationsfluss im Hinblick auf Kinder, die Unterstützung brauchen (s. o.)
  • Verpflichtung für die Lehrkräfte, beim Sozialkompetenztraining zu hospitieren
  • Workshop-Angebote und Fortbildungen für die Lehrkräfte im Hinblick auf pädagogische Grundhaltung, Einübung von Sozialkompetenzen, Werteerziehung insgesamt
  • Verpflichtung für die Lehrkräfte, alle Elemente der Werteerziehung im Unterricht einzuführen – wird von der Schulleitung kontrolliert (siehe Anhang 1)
 
 
  • verpflichtende Nutzung des Schulplaners (Inhalt siehe Anhang 2), der alle Aspekte der Werteerziehung für die Schüler/innen und Eltern enthält und auch als Mitteilungsmöglichkeit zwischen Schule und Elternhaus genutzt wird; wird von den Lehrkräften kontrolliert.
  • vier Monatsmottos, die von der ganzen Schulgemeinschaft systematisch und gezielt umgesetzt werden, z. B.: »Grübida« = Grüßen – Bitten - Danken
  • systematische Pflege der Schulkultur insgesamt – s. u.

 

 

 

Frau Reitzi-Stillfried bei der Abschlussrunde eines der Trainings zur Herzensbildung
»Tit mit S.T.I.L«, 2. Baustein, 3. Klasse

 


 

 

 

Pflege der Schulkultur insgesamt

 

GESTALTUNG DES SCHULHAUSES   ZIEL
 
  • Schulfarbe GRÜN durchgehend sichtbar
  • Weltethos-Plakat und Werte-Baum an zentralen Plätzen
  • Schulfigur »Knuffi« überall sichtbar
  • alle Klassenräume farblich nach Schulstufen gestaltet
    - mit Schülerplätzen häufig in U-Formation und damit gegebener Ausrichtung auf die Lehrkraft
    - mit rundem Teppich für einen Sitzkreis
    - mit weiteren Sitz- und Arbeitsmöglichkeiten
    - mit je einem großen, geräumigen Lehrerarbeitstisch
    - mit viel Stauraum für Lern- und Arbeitsmittel
    - mit je einem Schild an der Tür zur inhaltlichen und zeitlichen Umsetzung der Monatsmottos
    - jeweils mit der goldenen Regel an der Wand
  • alle Räume mit Regalen ausgestattet
  • Lehrerarbeitsplätze im Lehrerzimmer
 

Zugehörigkeit zur »Schulfamilie« ist entscheidend, das Thema »Migrationshintergrund« bei ca. 70 % der Kinder wird nicht als Problemfeld wahrgenommen, da durch eine Vereinheitlichung der Regeln und Werte von Anfang an eine gleiche Basis für alle geschaffen wird.

Gleichzeitig ist eine sprachliche Förderung wichtig, um die gesellschaftliche Teilhabe und Integration zu sichern und weil Sprachdefizite zu Verhaltensauffälligkeiten führen können. Deswegen werden Vorkurse für die Vorschulkinder und Sprachlerngruppen für die 1. und 2. Klassen angeboten.

Außerhalb des staatlichen Förderangebots arbeitet die Schule mit einer Sprachhelferin und Lehrerinnen zusammen, die Nachhilfe geben, teils durch Sponsoring, teils durch die Eltern finanziert. Neuerdings Finanzierung der Sprachhelferin über die Regierung als sog. »Drittkraft«.

 

CORPORATE IDENTITY    
 
  • durch eine »Kultur des Hinschauens und konsequenten Handelns«
  • durch von allen gepflegte Rituale wie das Lied zur goldenen Regel u. a. (siehe Anhang 1)
  • durch bewusste Gestaltung besonderer Anlässe wie dem ersten Mittagessen im Rahmen der offenen Ganztagesschule (Schüler/innen werden begrüßt, gingen bei der Einführung durch einen Blumenbogen zu den Tischen, werden angeleitet, …)
  • durch Teilnahme an Aktionen am Ort wie »Toleranz in Senden«
  • durch ansprechende und informative Homepage
  • durch ansprechenden und informativen Schulflyer
  • durch grüne Schul-T-Shirts, die freitags und bei Schulversammlungen getragen werden
  • ·durch eine grüne »Schultasse« mit Weltethos-Logo und »Knuffi«
   

 

 

Links: Tafelaufschrieb von Schülern einer 3. Klasse. Früchte unserer Arbeit, Kinder setzen sich für andere Kinder ein.
Rechts: Unsere Mitspielbank steht auf dem Schulhof. Jedes Kind, das alleine ist und Spielpartner sucht, kann sich darauf setzen,
bis es von einem Kind abgeholt wird.

 

 

 

Teamspiel zur Konfliktbewältigung in einer 4. Klasse. Im Hintergrund unsere Praktikantin Katharina Weber.

 


 

 

 

Kooperation und Kommunikation im Kollegium

 

 
  • regelmäßige Pausenbesprechungen immer montags, um für alle transparent zu bleiben und um kurzfristige Entscheidungen im Team fällen zu können.
  • verpflichtende Kooperationsstunde für jede Klassenstufe
  • systematischer Austausch von Ideen und Materialien
 
 
  • Aushalten von ständigem Zeitdruck durch gegenseitige Unterstützung
  • Wertschätzung und Werteorientierung gilt auch im kollegialen Umgang
  • Bei Irritationen ist direktes, persönliches Ansprechen üblich

 

 


 

 

 

Zusammenarbeit mit den Eltern

 

INSTALLIERTE KOMMUNIKATION   ELTERNCAFE
 
  • durch regelmäßige Elternbriefe z. B. zu den Monatsmottos u.a.
  • durch „Eltern-Hausaufgaben“ z. B. zum Sozialkompetenztraining
  • durch den Schulplaner, in dem Eltern immer wieder unterschreiben müssen
 
  • Wird viermal im Jahr angeboten und gut angenommen. Eltern spenden jeweils den Kuchen
  • Eltern werden mit den wesentlichen Themen der schulischen Arbeit vertraut gemacht und sie erhalten Anregungen zur häuslichen Unterstützung ihrer Kinder z. B. zur Leseförderung u. a.
  • Netzwerkpartner wie Stadtjugendpflege u. a. werden vorgestellt

 

ELTERNPFLEGSCHAFTEN    ZIEL
 
  • Eltern werden systematisch in die Schulkultur, die Werteerziehung und die schulische Arbeit insgesamt eingeführt
  • Schulführung in Gruppen für Erstklässler-Eltern
   Pflege der »Schulfamilie«, unabhängig vom Hintergrund der Eltern

 

 

 


 

 

 

Systematische Qualitätsentwicklung

 

KONZEPTIONELLE ARBEIT   EVALUATIONEN UND REFLEXIONEN
 
  • »AG Weltethos« reflektiert regelmäßig die schulische Arbeit und plant Weiterentwicklungen
  • Schulleitung reflektiert regelmäßig mit Sozialpädagoginnen und Lehrkräften und nimmt Anregungen aus dem Kollegium auf
  • Es gilt der Grundsatz der Lösungs- und Ressourcenorientierung: Fehler werden als Lernchancen gesehen, Verpflichtungen werden positiv erlebt
  • Alle Initiativen werden auf WELTETHOS abgestellt
 
 
  • Regelmäßige Elternbefragungen v. a. zur Umsetzung der Werteerziehung
  • Erhebungen und Reflexionen zur Umsetzung der Monatsmottos (z. B. Strichlisten zu »Grübida«)
  • Geplant: Befragung bei den weiterführenden Schulen zur Sozialkompetenz der Abgänger aus der Grundschule Ay – Unterstützung bei der Erstellung des Fragebogens durch die Stiftung erwünscht!

 

 

 

Besuch von Frau Willke und Frau Amin von der Stiftung Weltethos

 


 

 

 

Einbeziehung der Schüler/innen / Erziehung zu Eigenverantwortlichkeit

 

 
  • Systematische Wertschätzung und Anerkennung von gutem Verhalten und guten Leistungen (z. B. durch »Knuffi-Stempel« im Schulplaner, durch Eintrag im »grünen Buch« im Lehrerzimmer)
  • Konsequente Sanktionierung von Fehlverhalten, von allen Lehrkräften und Mitarbeiter/innen in gleicher Weise durchgeführt (z. B. durch gleiche Konsequenzen bei fehlenden Hausaufgaben, durch Eintrag im »roten und grünen Buch« im Lehrerzimmer), Diagnose und Hilfestellungen für auffällige Schüler von der 1. Klasse an, Gespräche mit den Eltern oft im Netzwerk. Alle Mitarbeiter/innen, die mit dem Kind zu tun haben, besprechen sich und führen ggf. auch gemeinsam Elterngespräche.
 
 
  • Erziehung zur Eigenverantwortlichkeit z. B. durch die »Stopp-Regel«: Schüler/innen dürfen erst nach zweimaligem vergeblichem Versuch, negatives Verhalten untereinander zu stoppen, Hilfe von Erwachsenen erbitten
  • regelmäßige Klassensprecherversammlungen mit der Schulleitung
  • regelmäßige Schulversammlungen, die jeweils von einer Klassenstufe vorbereitet und gestaltet werden
  • dabei auch Reflexionen der Monatsmottos

 

 

 

Letzter Ausbildungstag unserer Streitschlichter mit Herrn Kwiedor (Kreisjugendpfleger) und Frau Kauer-Unseld

 


 

 

 

Auszeichnung als erste Weltethos-Grundschule

 

 

 

 Die erste Grundschule wurde im Juli 2014 als Weltethos-Schule ausgezeichnet.

 

Die Schulleitung der Grundschule Ay in Senden bei Ulm fördert schon seit 2008 aktiv die soziale Kompetenz der Schülerinnen und Schüler. 

 

   

Wir finden, dass Herzensbildung der Schlüssel dazu ist, die notwendigen Kompetenzen für eine friedvolle Bewältigung der globalen Herausforderungen unserer Zeit zu vermitteln. Schule muss Lernort für ein wertvolles, gerechtes, demokratisches und verantwortliches Miteinander sein! Dafür brauchen Kinder Strukturen, die ihnen Orientierung bieten und bei Konflikten Hilfen zur Hand geben. Die Basis unseres Miteinanders ist die Goldene Regel des Weltethos: »Was du nicht willst, das man dir tu‘, das füg‘ auch keinem andern zu!«

Toleranz, Wertschätzung, Gewaltlosigkeit, Solidarität und Werteerziehung sind das Leitbild für unsere Schulfamilie.

 

In folgenden Maßnahmen und Projekten setzen wir die Weltethos-Idee im Schulalltag um:

 
  • Sozialkompetenztraining mit Herzensbildung »Fit mit Stil«
  • Ausbildung von Schülern zu Streitschlichtern und Pausenhelfern
  • Regelmäßige Monatsmottos (z. B. Hilfsbereitschaft & Höflichkeit), die in den Klassen gelebt werden
  • Eine zusätzliche Stunde Leseunterricht für unsere Zweitklässler im Rahmen des Projekts »Leselust«
  • Etablierung eines Entwicklungsteams aus Eltern, Mitarbeitern und Lehrkräften im Rahmen des Projekts »Wertvoll miteinander«
  • Verstärkte Bildungs- und Erziehungspartnerschaft von Schule und Elternhaus durch das »Elterncafe«
  • Deutschkurs »Mama/Papa lernt Deutsch«

 

Ein Netzwerk aus Sozialpädagogen, pädagogisch und psychologisch ausgebildeten Ansprechpartnern, schulischen und externen Mitarbeitern sowie Eltern sorgt für bestmögliche Begleitung unserer Schüler und für eine kontinuierliche Weiterentwicklung.

 

Wir möchten anderen Schulen zeigen, dass Friedenserziehung im Schulalltag möglich ist und dass die frühestmögliche Förderung der emotionalen Intelligenz und der sozialen Kompetenzen für jeden persönlich und weltweit gesehen zu einem friedlichen Miteinander beiträgt.

 

Monika Janson, Schulleitung

 

 


 

 

  Grußwort des Ministers zur Verleihung des Prädikats »Weltethos-Schule«

 

  Bericht in regio-TV

  Website der Grundschule Ay