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WELTETHOS-SCHULE seit 22. Juli 2016

 

Eduard-Spranger-Gymnasium

 
Tübinger Straße 71
70794 Filderstadt
Fon: 0711-70861-10
Fax: 0711-70861-29

www.esgf.de

schulleitung(at)esgf.de

 

Kontaktpersonen:
Schulleitung: Ursula Bauer
Matthias Janke und Simon Schäfer

 


 

 

 

Inhalt

Aktivitäten im Bereich Wertevermittlung / Weltethos

Jahr der Menschenrechte

Auszeichnung als »Weltethos-Schule«

 


 

 

 

Aktuelles

Details zu den aktuellen Projekten und Aktivitäten an dieser Weltethos-Schule finden Sie im Jahresbericht:

 

  Jahresbericht 2017    

 


 

 

 

Aktivitäten im Bereich Wertevermittlung / Weltethos

Fair Trade Aktion

 

 

 

Am ESG finden sehr viele Aktivitäten im Bereich Wertevermittlung statt.

 


Arbeitskreis Asyl

 

 

  • Das ESG ist »Schule ohne Rassismus«. Verschiedene Aktivitäten, unter anderem »Tag gegen rechts« als Projekttag gegen rechte Ideologie und Rassismus wurden bereits durchgeführt. Das Schuljahr 2016/17 stand ganz im Zeichen der Aktion 2016 – Jahr der Menschenrechte am ESG. Für dieses Projekt erhielten wir auch einen Preis der Gedenkstiftung der Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen.

  • In unseren 5. und 6. Klassen wird Ethik-Unterricht angeboten. Obwohl die Teilnahme freiwillig ist, sind alle Schülerinnen und Schüler, die nicht am konfessionell gebundenen Religionsunterricht teilnehmen, dabei.

  • Das ESG engagiert sich intensiv im Bereich Fair Trade. Mit einem Projekt zu diesem Thema erhielten wir einen Preis bei der Gedenkstiftung der Städte Filderstadt und Leinfelden-Echterdingen und wurden als Fair-Trade-Schule ausgezeichnet.

  • Im Jahr 2000 begonnen als klassische Streitschlichter-AG haben wir heute ca. 40 Konfliktlotsen, die Streit schlichten und Sprechstunden zur Konfliktlösung anbieten. Unsere Konfliktlotsen werden aber auch in Wochenendseminaren geschult, so dass sie mit allen 5. Klassen ein ganztägiges Sozialkompetenztraining durchführen können.
 
  • Am ESG ist seit Jahren ein Sozialpraktikum für die Klassenstufen 9 etabliert, das curricular verankert ist und unter enger Begleitung der Schule und der verschiedenen Einrichtungen durchgeführt wird. Innerhalb der Schule wird der Praktikumsbericht als GFS (gleichwertige Feststellung von Schülerleistungen) gewertet. Wir achten bewusst darauf, dass unsere Schülerinnen und Schüler in Einrichtungen ihr Praktikum, ableisten, die ihnen fremd sind und auch in Kontakt mit anderen Kulturen kommen.

  • Alle unserer Schülerinnen und Schüler z. B. in Klassenstufe 5 oder 6 besuchen im Rahmen einer außerunterrichtlichen Veranstaltung Kirchen, Moscheen und Synagogen.

  • AG »Treffpunkt Kulturen«
    Seit September 2017 gibt es am ESG eine Arbeitsgruppe, in der Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9 für die Bewohner der nahegelegenen Anschlussunterbringung (AU) regelmäßig Nachhilfe, Hausaufgabenhilfe, Deutschunterricht und Spielen sowie weitere Aktionen für geflüchtete Familien anbieten. Diese Angebote und Projekte werden gemeinsam von den Teilnehmern der AG und der betreuenden Lehrkraft entwickelt.

  • »say no to ..., say yes to ...«
    Dieses Projekt ist eine Weiterführung der Aktionen, die 2016 rund um das »Jahr der Menschenrechte« durchgeführt wurden. Die Schülerinnen und Schüler nutzten das bekannte Video-Format der UEFA mit Profifußballern, die in verschiedenen Sprachen »No to racism« sagen, als Inspiration. Sie gaben dieser Idee eine positive Wendung, indem sie sie mit den positiv formulierten Menschenrechten verknüpften. Schüler und Lehrer formulierten nach dem Muster »Say no to …, say yes to …« für sie wichtige Werte und Verhaltensweisen, die den Menschenrechten zugrunde liegen oder sich aus ihnen ergeben. Diese kurzen Stellungnahmen wurden in allen Sprachen, die am ESG unterrichtet oder gesprochen werden, aufgezeichnet und sollen als Beitrag des ESG zum 70-jährigen Jubiläum der UN-Menschenrechtskonvention 2018 zusammengeschnitten und veröffentlicht werden.

 

 

2016 – Jahr der Menschenrechte am ESG. Preisverleihung

 

 

 


 

 

 

Jahr der Menschenrechte

 

 

Übersicht und Ablauf

September 2015


Beschluss der SMV, das Schuljahr zum Jahr der Menschenrechte am ESG zu erklären.
Beginn der Informationskampagne für die ganze Schule
(Klassensprecher und Lehrer informieren in den Klassen)
Oktober 2015

Mehrtägige Fotoaktion am ESG – in allen Pausen werden Fotos mit den selbst
erstellten Pappschildern (Menschenrechte) gemacht
10. Dezember 2015
Tag der Menschenrechte  –  Lichteraktion am ESG in der morgendlichen Dunkelheit
2. Februar 2016
Große Vernissage der Bilder
Juni 2016
Erneute Thematisierung Menschenrechte in den Klassen und Kursen mit Bewertung
Juli 2016

Projekttage
Interviews mit Experten von Amnesty International, Terres des Hommes und EPIZ
Sommerfest 2016 Fortsetzung der Fotoaktion für Eltern

 

 

10. Dezember 2015, frühmorgens in der Dunkelheit am Haupteingang des ESG:
Schülerinnen und Schüler der SMV zünden Unmengen von Kerzen an, die sie zuvor aufgestellt hatten –
ein Zeichen der Erinnerung an die Menschenrechte. Kurz vor Unterrichtsbeginn wird dann Flagge gezeigt:

 

 

ESG: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.

 

Überall werden Handys gezückt, um diesen Moment festzuhalten. Die Schüler stellen sich immer wieder rund um das Kerzensymbol auf, eine fast feierliche Stimmung kommt auf. Diese Impulse sollen den Schülerinnen und Schüler des ESG bewusst machen, dass Menschenrechte allgemeine Gültigkeit haben und grundlegende Wertvorstellungen formulieren. Hintergrund ist eine Aktion der SMV – Recht auf Menschenrecht - , die dieses Schuljahr auch aufgrund der aktuellen Ereignisse zum Jahr der Menschenrechte erklärt hat.   Durch viele verschiedene Aktionen soll ein Bewusstsein für Werte, die grundlegend für unser Zusammenleben sind, geschaffen werden. Wir sind in unserem täglichen Handeln aufgefordert, diese Werte umzusetzen und zu leben. Gestartet wurde mit einer Fotoaktion (Vernissage am 2. Februar 16); weitere Aktionen werden folgen. In Sitzungen des Schülerrats und im Unterricht wurde informiert, konkrete Aktionen z. B. im Rahmen unseres AK Asyl sind bereits geplant. Vielen Dank an alle, die sich hier einsetzen!

 

(Pressemitteilung und Homepage des ESG)

 

 

 

Parallel dazu gab es folgende Aktionen

Sie sollen verdeutlichen, dass eine praktische Umsetzung in hohem Umfang erfolgt.
Sie finden regelmäßig in unserer Schule selbst statt.

 

  • AK ASYL am ESG
  • Eddis Treff (Gespräche und Spiele bei Kaffee und Kuchen)
  • Computerspiele in unserem Kino (Schwerpunkt: Fußball)
  • Tischkicker
  • Bandproben
  • Film am ESG (gemeinsam mit dem JGR)
  • Kochen mit Eddi (gemeinsames Einkaufen und Kochen mit Flüchtlingen)

 

 

 

  Bericht zum Internationalen Tag der Menschenrechte auf der Homepage des ESG

 


  

 

 

Auszeichnung als »Weltethos-Schule«

am 22. Juli 2016

 

Damit wurde das Gymnasium dafür geehrt, die Einhaltung der Menschenrechte,
Toleranz gegenüber anderen Nationen und Religionen, Fairness und gegenseitigen Respekt
im alltäglichen Zusammenleben in den Schulalltag zu integrieren.

 

 

Das Eduard-Spranger-Gymnasium(ESG) in Filderstadt ist mit 1200 Schülerinnen und Schülern, die von 106 Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet werden, eines der größten Gymnasien im Bereich des Regierungspräsidiums Stuttgart. Um den unterschiedlichen Begabungen gerecht zu werden, bieten wir mehrere Profile an (bilingualer Zug ab Klasse 5, Streicherklasse, Italienisch, Naturwissenschaft und Technik und Sport als Profilfächer ab Klassenstufe 8). In der Oberstufe bieten wir in der Regel alle Fächer vierstündig an; ausgebaut ist ein Wirtschaftsprofil mit Juniorfirmen und Business-Englisch.


Bereits ab Klasse 5 fordern und fördern wir unsere Schülerinnen und Schüler mit dem Programm ESGplus; hier werden sowohl Förderprogramme als auch Kurse für besonders wissbegierige Schülerinnen und Schüler angeboten.


Seit vielen Jahren gibt es am ESG eine offene und absolut verlässliche Ganztagesbetreuung von 7.30 – 17 Uhr, die modular strukturiert und damit auf die Bedürfnisse der Eltern zugeschnitten ist. Dies wird sehr gut angenommen und auch bewertet. Unsere Mensa, die täglich bis zu 450 Essen frisch und kostengünstig zubereitet, wird ausschließlich von Ehrenamtlichen betrieben und ist damit einzigartig in der Schullandschaft. Nicht nur dies zeigt auch unser Motto: ESG – Eine starke Gemeinschaft.


›Die Menschen stärken, die Sachen klären‹ diese gelungene Formulierung fasst zusammen, was wir uns zum Ziel gesetzt haben: Wir wollen Wissen vermitteln zur Orientierung in der Welt und zur Vorbereitung auf das Berufsleben. Wir wollen aber vor allem die Kinder und Jugendlichen in ihrer Entwicklung zu unabhängigen, selbstständigen Persönlichkeiten unterstützen.


Am ESG wird gelernt mit Kopf, Herz und Hand. Theorie und Praxis
ergänzen sich und das Lernklima stimmt. Selbstverständlich ist uns Leistung wichtig, aber der Leistungsbegriff ist weit gefasst: Wir schätzen nicht nur Spitzenleistungen, sondern auch Anstrengungsbereitschaft und Engagement, soziale Leistungen, sich Einbringen für andere und Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen.


Uns ist es wichtig, dass wir ein Schulklima des gegenseitigen Vertrauens schaffen, dass wir ein Klima der Wertschätzung haben, dass Kinder und Jugendliche an dieser
Schule wissen, dass sie respektiert werden, dass sie als Persönlichkeiten angenommen werden und dass man sie in ihrer Individualität wert-schätzt. Bildung ist in hohem Umfang Beziehungsarbeit und in einem guten Klima kann man auch gute Leistungen erbringen.

 

Wir schätzen auch den Blick von außen, nehmen an Wettbewerben teil und sind stolz auf unsere Zertifizierungen durch unabhängige Gutachter: So sind wir ›Schule ohne Rassismus‹, BORIS-Schule, MINT-freundliche und MINT-EC-Schule, Junior-Premium-Schule, Fair-Trade-Schule und nicht zuletzt Weltethos-Schule ( Zertifizierung verliehen durch Stiftung Weltethos (Tübingen) für das Engagement der Schule im Bereich der Werteerziehung – Fairness, Respekt, Toleranz, interkulturelle Kompetenz werden in der Schule in vielen Bereichen thematisiert und umgesetzt).


Zu Beginn des Jahres 2017 haben wir ein Zitat von Hand Küng ausgewählt, das unser Leitmotiv sein soll:


»Jeder einzelne Mensch hat nicht nur eine unverletzliche Würde und unveräußerliche Rechte, er hat auch eine unabweisbare Verantwortung für das, was er tut und nicht tut.«


Wir haben eine Verantwortung für das, was wir tun und was wir nicht tun und wir haben diese Verantwortung nicht nur im großen gesellschaftlichen Rahmen, sondern auch bei uns am ESG:
Menschenwürde fängt im Kleinen an, ebenso wie Respekt, auf Hasssprache muss reagiert werden und wir müssen sensibler werden im Umgang miteinander. Eingeübt werden muss Empathie, der Perspektivwechsel, Achtsamkeit gegenüber sich selbst und anderen.
Darüber hinaus wird es immer wichtiger und vielleicht auch immer schwerer, vor dem Hintergrund von Faktenwissen Sachverhalte überprüfen zu können, damit man sie einordnen und zwischen wahr und falsch entscheiden kann.

 

Dies ist Aufgabe von Schule und wir werden am ESG auch im kommenden Jahr durch Vorbild und Aktionen die grundlegenden Werte unseres Zusammenlebens verdeutlichen.

 

 

  Bericht auf der Homepage des Eduard-Spranger-Gymnasiums